
Bad Dürkheim-Ungstein, 22.06.2010. Unter dem Titel „Energieversorgung und Klimawandel - Herausforderungen für die Zukunft“ diskutierten am Dienstagabend die Mitglieder der Kreisverbände von Frauen Union sowie der Jungen Union bei einer Informationsveranstaltung in Bad Dürkheim-Ungstein. Für diese Diskussionsrunde konnte neben dem Landtagsabgeordneten Dr. Norbert Mittrücker auch einer der profiliertesten rheinland-pfälzischen Politiker zu diesem Thema, der Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart, gewonnen werden, der mit einem Sachvortrag den Abend eröffnete.
Gebhart hob in seinem Vortag vor allem die Wichtigkeit des Einklangs von wirtschaftlichen Interessen und einer nachhaltigen Energiepolitik hervor. „Eine Energiewende kann nur gelingen wenn die Wirtschaft mitzieht und trotz des Umstiegs auf erneuerbare Energien konkurrenzfähig bleibt. Es geht darum eine Energieform zu finden, die sauber, verlässlich, sicher und bezahlbar ist.“ So Gebhart weiter.
Darüber hinaus sei es wichtig, dass Deutschland weiter seine Vorreiterrolle im Klimaschutz und dem Einsatz erneuerbarer Energien wahrnimmt um sich somit ein Stück unabhängiger von Gas und Öl zu machen.
Neben den erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie, die laut Meinung der Anwesenden in den nächsten Jahren nicht die Hauptenergieversorgung Deutschlands sicherstellen können, wurde auch das sehr aktuelle Thema der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken diskutiert. So soll die Kernkraft solange die Energieversorgung sichern, bis neue Energieformen diese voll ablösen kann.
FU und JU waren sich einig darüber, dass die Abschaltung von Atomkraftwerken und dem damit einher gehenden Neubau von Kohlekraftwerken keinen Sinn macht, möchte man die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreichen.
Auch die Auswirkungen des Klimawandels wurden an diesem Abend ausgiebig behandelt. Dr. Gebhart sprach davon, dass die heutigen Investitionen in den Klimaschutz nur ein Bruchteil dessen seien, was man an Geldern benötigen würde, müsste man die vollen Auswirkungen des Klimawandels tragen. Mit den Klimaschutzzielen will man verhindern, dass die Erderwärmung um mehr als 2°C steigt, da dies sonst verheerende Auswirkungen auf den menschlichen Lebensraum habe. Eines der wichtigsten Ziele dabei ist es, die Treibhausgasemissionen gegenüber dem Basisjahr 1995 bis 2020 um 40% zu reduzieren.
Abschließend resümierte der Kreisvorsitzende der Jungen Union Markus Wolf, dass trotz der Wirtschaftskrise und der aktuellen Verwerfungen in der Finanzpolitik die Klima- und Energiediskussion in den nächsten Jahren eines der zentralen politischen Themen bleibt. Wolf bedankte sich nach einer lebhaften Diskussionsrunde beim südwestpfälzischen Abgeordneten Gebhart, dass er sich trotz der knappen Zeit die ihm neben seiner Tätigkeit in Berlin bleibt, die Zeit nimmt um der FU und JU dieses bedeutsame Thema näher zu bringen.